Gross, grösser, Kolumbien

Routiniert machen wir uns früh am Morgen auf in Richtung Flughafen Zürich. Wir werden von Pendlern mit beneidenden Blicken übersäht. Man sieht uns wohl unsere Abenteuerlust an. Zudem verraten uns unsere beiden voll bepackten Reiserücksäcke. Baggage Dropoff, Sicherheitskontrolle und Kafi & Gipfeli meistern wir mit links. Noch am selben Tag kommen wir in Bogotá an und verkriechen uns erstmal in unserem Hotel. Kein Schmuckstück, jedoch muss sich unser Backpacker Budget erst einmal einpendeln. Das Frühstück ist schrecklich, danach kann es jedoch nur noch besser werden. Die Free Walking Tour mit unserem Guide Jeff ist super. Wir erfahren viel über Land, Leute und die Geschichte Bogotás. Auch kulinarisch werden wir verwöhnt. Jeff führt uns in zwei Lokale wo wir einerseits „Chicha“ (das traditionelle selbstgebraute Maisbier in Südamerika) und anderseits „Canelazo“ (ein heisses alkoholisches Getränk, das in der Andenregion von Ecuador, Kolumbien und Peru getrunken wird) probieren können. Nach der dreistündigen Stadtführung wagen wir uns an die lokale Spezialität „Ajiaco“ (Hühnersuppe mit Kartoffeln). Das Goldmuseum und der Ausblick vom Hausberg Monserrate dürfen natürlich nicht fehlen. Die Aussicht ist atemberaubend und lässt uns die tatsächliche Grösse von Bogotá erkennen.

Budgetbewusst entscheiden wir uns am nächsten Morgen die Fahrt zur Salzkathedrale von Zipaquirá eigenständig zu meistern – auch wenn uns alle zu einer Tour raten. Mit dem Stadtbus geht es zuerst ans nördliche Ende der Stadt. Anschliessend steigen wir auf den Regiobus um und sind weit und breit die einzigen Touristen. Alles klappt wunderbar – herrlich, 30 Dollar pro Person gespart. Die Salzkathedrale ist sehr eindrücklich. In einer ehemaligen Salzmine wird der Leidensweg Christi nachgestellt und führt zum Schluss zur Hauptkammer der Kathedrale.

Der Weg nach draussen führt an unzähligen Souvenirshops vorbei. Wir lassen den Kitsch rasch hinter uns und fahren zurück nach Bogota.

Unser nächstes Ziel führt uns in Richtung Norden in die kleine Stadt Tunja. Unsere Ohren bluten nach mehrstündiger immer gleichklingender Musik im Bus. Am Nachmittag fahren wir in das ehemalige Kolonialstädtchen Villa de Leyva. Was für ein herrlich weitläufiger Platz inmitten von alten Kolonialgebäuden. Kinder und Erwachsene lassen im aufbrausenden Wind ihre Drachen steigen. Das Mittagessen ist dann super gesund – für Oli‘s Geschmack etwas zu gesund. Glücklicherweise finden wir eine Bäckerei in der Nähe. Prädikat „bisher bestes Brot auf unserer Amerikareise!“

Sportlich wollen wir bleiben – daher wollen wir uns im Parque el Cocuy auf einer Mehrtageswanderung austoben. Leider spielt das Wetter nicht mit. Unschlüssig ob wir die 8-stündige Fahrt mitten ins Nirgendwo trotzdem auf uns nehmen wollen, entschliessen wir uns, eine Münze über unser Schicksal entscheiden zu lassen. Wir lassen den Nationalpark aus und fahren weiter in Richtung Norden ins Abenteuerstädtchen San Gil. Dort übernachten wir für 12 Dollar pro Nacht (Doppelzimmer) in einem Super-Hostel. Den anschliessenden Ausflug zum Balneario Pescaderito Curiti müssen wir mit hunderten von Sandflohstichen an unseren Beinen teuer bezahlen (ein tolles Souvenir, dass uns noch ganze zwei Wochen lang in Erinnerung bleiben wird). Am nächsten Tag steigt dann der Adrenalinspiegel. An Drahtseilen schweben wir über Schluchten und seilen uns entlang einem 60 Meter hohen Wasserfall ab. Am Nachmittag schweben wir beim Paragliding über die Hügel von San Gil und geniessen die grandiose Aussicht. Ein super Erlebnis, zumal uns der sympathische Taxifahrer in bester Tourguidemanier über die örtliche Landwirtschaft und Geografie informiert.

Wir verlassen das Hochland weiter in Richtung Norden an die Karibikküste. Bei unserem Zwischenhalt in Bucaramanga essen wir Falafel und wollen die Stadt erkunden. Der heftige Nachmittagsregen macht uns jedoch einen Strich durch die Rechnung und wir müssen die Zeit bis zur Weiterfahrt mit Kaffeetrinken und Nichtstun totschlagen. Unsere erste Nachtbusfahrt steht an und wir sind schon jetzt von den tollen Bussen angetan. Die Sitze ganz zurückgelehnt, schlafen wir komfortabel im Bus und kommen um 5.30 Uhr in Santa Marta an. Die Zeit bis zum Check-in um 15.30 verbringen wir am Hostelpool und beim Erkunden der Stadt. Leider sind unsere Betten in unterschiedlichen Schlafsälen und so verbringen wir die Nacht jugendfrei voneinander getrennt. Zum ersten Mal in Kolumbien teilen wir die Trottoirs mit anderen Touristen. Es ist heiss an der Karibikküste und wir stellen fest, dass wir die Hitze nicht sonderlich vermisst haben. Tags darauf wandern wir im Tayrona Nationalpark über steile Hügel inmitten des Dschungels runter an die Küste. Schöne Strände und nackte Bäuche zeichnen das Landschaftsbild. Wir baden seit langem wieder einmal im Meer und entspannen uns im Schatten der Palmen, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

Nächster Halt: Cartagena. Die Kolonialstadt zieht uns mit all ihren farbigen Häusern und schönen Balkonen in ihren Bann. Die Touristenströme scheinen endlos in den schmalen Gassen innerhalb der Stadtmauern. Es ist heiss und schwül, vor 17 Uhr ist es draussen kaum auszuhalten. Wir essen in tollen Restaurants und stöbern durch die zahlreichen kleinen und grossen Läden (ohne etwas zu kaufen, da wir keinen Platz im Rucksack haben).

Wir verbringen drei Nächte in Cartagena und entscheiden uns, die 14-stündige Busfahrt nach Medellín durch einen Inlandflug zu ersetzen. Kaum in Medellín angekommen, machen wir eine Free Walking Tour, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir verlieben uns auf Anhieb in die Stadt. Hier treffen Moderne auf Tradition und dunkle Vergangenheit auf Aufbruchsstimmung. Noch vor 30 Jahren war Medellín die gefährlichste Stadt auf Erden. Noch immer hält sich dieses Bild hartnäckig in den Köpfen der Leute ausserhalb Kolumbiens. Ein Besuch lohnt sich definitiv um sich eines Besseren belehren zu lassen. Eine unglaublich tolle Stadt mit allem was man sich erhofft. Freundliche Menschen, tolle Museen, innovative Transportmethoden und super Restaurants. Wir bleiben drei Nächte, wären aber gerne noch länger geblieben.

Am zweiten Tag fahren wir mit dem Bus nach Guatapé, rund drei Stunden Fahrt von Medellín entfernt. Der künstlich angelegte Stausee verwandelt die verwinkelten Täler in eine faszinierende Landschaft. Mittendrin ein fingerhutartiger Berg. Über die rund 700 Stufen erklimmen wir den Piedra del Peñol. Die Aussicht ist traumhaft. Der anstrengende Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall. Anschliessend fahren wir mit dem Tuk Tuk ins Dörfchen Guatapé und essen zu Mittag, trinken Kaffee, geniessen die weltweit besten Zimtschnecken und schlendern durchs malerische Dörfchen.

Am letzten Tag in Medellín besuchen wir die Comuna 13. Ein ehemals berüchtigter Stadtbezirk im Nordosten der Stadt. Haben sich dort früher Drogenbanden, Paramilitärs und Guerillagruppen um die Vorherrschaft bekämpft, blüht der Stadtteil heute in voller Farbenpracht auf. Graffitis zieren die Wände und zeigen Symbole und Bilder der Hoffnung und Sehnsüchte der Bewohner auf eine friedliche Zukunft. Die Stadt hat viel investiert. Die ehemals steilen Strassen können nun auf Rolltreppen bezwungen werden. Workshops in denen ausserschulische Englischkurse angeboten werden, helfen den Jugendlichen, die Zukunft zu meistern. Wir sind trotz der noch immer bestehenden Probleme angetan von der Weitsicht und dem Mut der Stadtregierung, die Gewaltproblematik mit Innovation und städteplanerischen Massnahmen anzugehen. Am Nachmittag besuchen wir das Museo de la Memoria, welches sich zum Ziel gemacht hat, den Menschen eine Stimme zu geben, die bei Gewaltverbrechen Angehörige verloren haben. Die Ausstellung zeigt eindrücklich das Ausmass der Gewaltexzesse der vergangenen Jahrzehnte. Nachdenklich kehren wir in unsere Unterkunft zurück und schätzen insgeheim unsere sorgenlose Kindheit umso mehr.

Langsam aber sicher müssen wir an unser Vorbereitungsprogramm denken. Schon bald treffen wir Alices Onkel in Peru. Unsere Waden fühlen sich zurzeit jedoch eher wie Pudding als Beton an. Daher fahren wir nun zurück ins Hochland von Kolumbien. Glücklicherweise ebenfalls eine Kaffeeregion. Die Fahrt nach Manizales gleicht einer Achterbahnfahrt. Zusätzlich hält sich der Fahrer wohl für den Bruder von Lewis Hamilton und reizt den Motor des Minibusses bis aufs Äusserste. Sehr zum Erstaunen sind es dann aber nicht wir Schweizer, welche als erstes nach Hygienebeutel fragen. Bis zum Zwischenhalt gehts der Hälfte der Passagiere nicht mehr so gut. Glücklicherweise ist die weitere Strecke von Baustellen geprägt – sichtlich genervt nimmt es der Fahrer nun gezwungenermassen etwas lockerer. Schlussendlich benötigen wir für die Strecke satte acht Stunden anstatt den geplanten fünf. Um nach Manizales (Downtown) zu gelangen, fährt man mit der Seilbahn rund 15 Minuten von der Busstation den Berg hoch. Ein tolles Erlebnis. Alice hat bereits alles für unser 4-tägiges Trekking durch den Nationalpark Los Nevados organisiert. Zuerst besuchen wir jedoch am nächsten Tag die Hacienda Venecia. Vom Anbau bis zur Verkostung werden wir über die verschiedenen Schritte des Kaffeeanbaus und der Kaffeezubereitung informiert. Unglaublich spannend, und natürlich durfte die anschliessende Kaffeedegustation nicht fehlen.

Um vier Uhr morgens stehen wir nun an der Strasse und warten darauf, dass wir abgeholt werden. Ein paar echt komische Kreaturen kreuzen unseren Weg. Von einem betrunkenen Obdachlosen werden wir dann noch unverfroren bedroht und sind froh, als er endlich das Weite sucht. Kurz darauf laden wir unsere Rucksäcke in den Jeep und fahren los. Von 2160 m fahren wir innert 2,5 Stunden auf über 4000 m. Wir sind erstaunt, dass uns die Luft nicht wegbleibt. Unser erstes Ziel ist der Gletscherrand des Conejeras (4850m) mit anschliessendem Abstieg und fahrt zur Finca Potosí wo wir die Nacht verbringen. Oli bekommt beim Abstieg starke Kopfschmerzen. Und endlich in der Hütte angekommen, wollen seine Füsse einfach nicht mehr warm werden. Ziemlich ungemütlich – zudem kriegt er nach diesem anstrengenden Tag keinen Bissen Essen runter. Die Nacht ist kalt und am darauffolgenden Morgen geht es Oli leider nicht wirklich besser. Die bevorstehenden 20 km heben die Stimmung auch nicht sonderlich. Wir laufen von 3900 m los in Richtung Laguna Otun und steigen zuerst einmal auf 4130 m hoch. Die Landschaft ist surreal; kaum vorstellbar, dass auf dieser Höhe noch Pflanzen gedeihen. Am höchsten Punkt angekommen bewundern wir erst einmal die Aussicht auf die Lagune, anschliessend geht es durch den Bosque del Eden – wir fühlen uns wie Frodo aus “Herr der Ringe”, der durch Elfenland spaziert. Nach insgesamt 8 Stunden und 30 Minuten erreichen wir die Finca Berlin, eine Alphütte, wie man bei uns sagen würde. Die Familie bestreitet ein hartes Leben, ist jedoch sehr glücklich und erzählt uns, dass sie ihr Leben an keinem anderen Ort auf der Welt verbringen möchte. Viehzucht und Ackerbau sind Ihre Haupteinnahmequellen. Daneben besitzt die Familie ein Zimmer, in welchem Wanderer übernachten können. Inklusive mehrgängigem Nachtessen und Frühstück. Ein wirklich tolles Erlebnis, bei diesen Familien übernachten zu können. Nach dem Abendessen offenbart der klare Nachthimmel seine Schönheit und abgeschieden vom Licht können wir die Milchstrasse bestaunen und unsere ersten Fotoversuche wagen. Am nächsten Morgen geht es schon früh los und wir quälen uns aus unseren Schlafsäcken. Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf, um abermals auf 4260 m aufzusteigen. Anschliessend geht es dann rund 17 km bergab ins Cocora Valley. Nach 8 Stunden erreichen wir unser Ziel und bestaunen die einzigartigen Wachspalmen, die auf den umliegenden Hügel wie Streichhölzer aus dem Boden ragen.

Nach drei Tagen offline erhalten wir zurück in der Zivilisation die Nachricht, dass unser Hostel aufgrund technischer Probleme schliessen musste – Booking.com hat uns ein Zimmer in einem anderen Hotel gebucht und die Mehrkosten übernommen. So luxuriös haben wir schon lange nicht mehr genächtigt. Am nächsten Tag fahren wir dann gegen Mittag mit dem Bus via Cali zur kolumbianisch-ecuadorianischen Grenze. Die Reise dauert satte 20 Stunden und leider haben wir uns für das falsche Busunternehmen entschieden. Die Anzeichen waren da, denn wir waren wiederum die einzigen Gringos im Nachtbus. Nach nur 30 Minuten steht der Bus das erste Mal für eine Stunde still – wieso, weiss niemand. Wir machen beide fast kein Auge zu, da wir immer wieder anhalten und etwas mit dem Motor nicht zu stimmen scheint. Am schlechten Schlaf ist wohl aber auch die junge Dame nicht ganz unbeteiligt, die sich jeweils mit der Hand vor dem Mund in Usain Bolt Manier an Oli vorbei in Richtung Toilette stürzt. Völlig übermüdet kommen wir in der Grenzstadt Ipiales an. Wir haben es uns jedoch nicht nehmen lassen, vor dem Grenzübertritt die in der Nähe gebaute Kathedrale von Las Lajas anzuschauen. Unglaublich, wie sich dieses Bauwerk in die Schlucht einbettet. Ein unverhofftes Highlight unserer Kolumbienreise.

Wir sind nach wie vor verzaubert von Kolumbien. Längstens hätten wir noch weitere drei Wochen in diesem abwechslungsreichen Land verbringen können. Die schöne Natur, die unglaublich freundlichen Menschen und all die vielen tollen Erlebnisse werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

31. Oktober 2018

Comments

Hello there, just became aware of your blog through Google, and found that it’s really informative. I’m gonna watch out for brussels. I’ll be grateful if you continue this in future. A lot of people will be benefited from your writing. Cheers!

Thank you for some other informative web site. The place else could I am getting that type of information written in such an ideal manner? I have a challenge that I am just now running on, and I’ve been at the look out for such information.

Pretty section of content. I just stumbled upon your site and in accession capital to assert that I acquire actually enjoyed account your blog posts. Any way I’ll be subscribing to your augment and even I achievement you access consistently fast.

This is very interesting, You are a very skilled blogger. I’ve joined your feed and look forward to seeking more of your wonderful post. Also, I’ve shared your web site in my social networks!

I loved as much as you’ll receive carried out right here. The sketch is attractive, your authored subject matter stylish. nonetheless, you command get got an impatience over that you wish be delivering the following. unwell unquestionably come further formerly again since exactly the same nearly very often inside case you shield this increase.

hi!,I really like your writing very much! percentage we communicate more approximately your article on AOL? I need an expert in this area to solve my problem. Maybe that is you! Having a look ahead to look you.

Thank you for every other informative web site. The place else could I am getting that type of information written in such an ideal way? I have a mission that I am just now running on, and I have been at the glance out for such info.

I like what you guys are up also. Such smart work and reporting! Keep up the superb works guys I have incorporated you guys to my blogroll. I think it will improve the value of my site 🙂

Just wanna input on few general things, The website style and design is perfect, the subject matter is really good. “Art for art’s sake makes no more sense than gin for gin’s sake.” by W. Somerset Maugham.

I have recently started a site, the info you offer on this web site has helped me greatly. Thank you for all of your time & work. “The more sand that has escaped from the hourglass of our life, the clearer we should see through it.” by Jean Paul.

Great goods from you, man. I’ve understand your stuff previous to and you’re just extremely excellent. I actually like what you have acquired here, really like what you’re saying and the way in which you say it. You make it enjoyable and you still take care of to keep it smart. I cant wait to read far more from you. This is actually a terrific site.

I do accept as true with all the ideas you have presented for your post. They’re really convincing and can certainly work. Still, the posts are very brief for starters. May just you please prolong them a little from next time? Thank you for the post.

Great write-up, I am normal visitor of one¡¦s blog, maintain up the excellent operate, and It is going to be a regular visitor for a long time.

This would be the proper weblog for anybody who really wants to find out about this topic. You recognize a lot its practically tricky to argue along (not that I actually would want…HaHa). You certainly put a whole new spin with a topic thats been revealed for some time. Fantastic stuff, just excellent!

I am also writing to let you understand what a fine encounter my cousin’s daughter gained checking the blog. She came to find a good number of things, which include what it is like to have an amazing teaching mindset to get most people just grasp a variety of specialized topics. You actually did more than her expectations. Thanks for distributing such precious, trustworthy, edifying and in addition fun guidance on the topic to Janet.

While the sitcom identified differences between rich and poor, it also illustrated primary of diverse viewpoints.
It showed that, regardless of background, our condition is common to usa.
Meditate or pray. This last part is substantial. What is dumped
into they can be recycled just like manure. Just as the Great Spirit, Holy Guardian Angel, Holy Ghost or whatever higher power one uses to
refer to the tarot can give, so it may well receive.

Energy, according to Einstein, is neither created nor destroyed and is actually energy,
negative as it may be, could be reused. Separate the deck into its five
elements, returning your opinions and feelings
to the Universe. Once acquire a reading done with psychic go for walks .
turns out that many it is true, may may in order to keep
moving back to that psychic for future psychic readings.

You should also tell family members about it, this way,
they stay away from these that are not legit.

I don’t give every body the information of the story, because
that can the fun out for the read! However, I do include a
blurb or perhaps an excerpt, a person can go for yourself.
So check out my reviews, then check out the books. Are you seeing a psychic?
Confident what questions to ask or simply how
much to share? Are you nervous about cold reading, psychic scams or other nefarious nonsense you should have read about elsewhere?

If you’re anything like many of those who enjoy our articles on psychic tellings.
you probably have MORE than a few pre-determined questions you’d like addressed ahead of
the call right? If so, read more as we take a review at a few
critical tips you Ought not to miss in the event
you getting a reading you have to be good!

Curious to a lot more? Great. continue on as we take a second look below.

Who else wants to getting a genuine psychic reading at half off (or more)
of the regularly advertised price?

When you find yourself anything like I really feel.price DOES play a part
when you are considering choosing a psychic. The truth?
Many psychic services are super expensive, while they could be good.

Hello there! This is my first comment here so I just
wanted to give a quick shout out and say I truly enjoy reading through
your posts. Can you recommend any other blogs/websites/forums that cover the same subjects?

Appreciate it!

Howdy, I believe your website could possibly be having browser
compatibility problems. When I look at your website in Safari, it
looks fine however, if opening in Internet Explorer, it has some overlapping issues.
I simply wanted to give you a quick heads up! Apart from that,
great site!

I’m commenting to let you know of the helpful encounter my princess developed reading through your webblog. She came to understand such a lot of issues, including what it’s like to possess an incredible coaching heart to have a number of people really easily learn various advanced matters. You actually surpassed people’s expectations. I appreciate you for imparting those warm and friendly, healthy, explanatory and in addition cool tips about the topic to Tanya.

Generally I do not read article on blogs, however I wish to say that this write-up very pressured me to take a look at and do it! Your writing style has been surprised me. Thank you, very great article.

Comments closed